Pyrenäen August 2011

Eure Erlebnisse mit und ohne Cruiser
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4motionmike
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Beitrag von 4motionmike » 19. Aug 2011, 21:15

Am nächsten Tag ging's wieder zurück in die Pyrenäen, und zwar nach Barruera (1100 m). Zuerst haben wir an einem schönen Bach angehalten.
Unsere Badewanne ... eiskalt, aber sehr erfrischend
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Danach haben wir dort noch schön gefrühstückt.
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In Barruera starten 2 kleine Touren aus dem MDMOT-Buch.
Die erste Tour führte über eine kleine Teerstraße hoch nach Durro (1400m). Nach dem Dorf begann die Schotterpiste.

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Im Hintergrund (leicht links neben der Bildmitte) sieht man in das Hochtal, das wir nachmittags befahren haben.

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Auf schönen, nicht sehr schwierigen Wegen ging's dann zum Gipfel (2013m) hoch.

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Unser Mittagessen auf dem Gipfel: Kuchen, Chips und Energydrink – man könnt sich ja sonst nichts.

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Anschließend ging's wieder zurück ins Tal.

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Kurz hinter Barruera fuhren wir anfangs auf einem betonierten Weg sehr steil bergauf. Der Weg ging auch wieder schnell in Schotter über. Die Spitzkehren waren extrem eng – wir kamen gerade so mit einem Zug rum. Fahrzeuge mit 'nem größeren Wendekreis müssen dort rangieren.

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Der Blick zurück auf Durro und unser Tourgebiet vom Vormittag.

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Auf 1584 m kamen wir an eine schöne alte und kleine Kirche.

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Dort war auch eine große Herde mit Kühen und Pferden, wie eigentlich auf jeder der Touren - Natur pur.

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Nein, wir gehen hier nicht weg und außerdem wollen wir uns mal so 'nen J15 genauer ansehen!!!

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Unterwegs lag noch ne ziemlich ausgemergelte Kuh am Wegesrand.

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Vom Pferd war noch weniger übrig.

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Wir fuhren bis ca. 1950 m hoch. Bissel wär noch gegangen, aber irgendwann kommt man nur noch zu Fuß Richtung Gipfel.

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Auf dem gleichen Weg, wie wir gekommen waren, ging's zurück nach Barruera.

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Die Rennleitung ist mit Konkurrenzfahrzeugen unterwegs.

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2 alte LC.

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Liebe Grüße,

Michael.

vs11
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Beitrag von vs11 » 20. Aug 2011, 08:15

Super Bericht und tolle Bilder ! :respekt:
Gruß Volker :beifall:
Urlaubsreif !

KDJ 95, OME mittel,Asfir UFS, 70li Zusatztank,SV-Dachträger,265/75 R16 Gerneral AT2 ,Snorkel, Heckleiter
HJ 61 komplett restauriert

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Tscharlie
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Beitrag von Tscharlie » 21. Aug 2011, 17:27

Servus Michael,

:beifall:

"Danke" für diesen schönen Reisebericht und die tollen Eindrücke, die Du uns da von den Pyrenäen vermittelst :!: Ich hoffe, es geht noch ein wenig weiter ? Bild


Zwar ist uns die Gegend (noch ?) völlig unbekannt, aber bei Deinem Bericht und den klasse Fotos fühlt man sich richtig "mit-genommen" :up: , kann so manches gut nachvollziehen und es kommt einem (aus anderen Gegenden) durchaus so manches etwas "bekannt" vor - ob herrliche Wald- und Wiesenwegle, voller Macheteneinsatz oder Weidezäune öffnen ... Bild


Á propos "Weidezäune", "zugewachsene Wege" und auch "Verfahren" - da stimm' ich Romain völlig zu :
Natürlich ist es in aller Regel am Allerschönsten, wenn man auf selbstgewähltem Pfad, den man sich irgendwie "nach Gefühl" aus der Karte ausgeguckt hat und nach Bewältigung kleinerer Probleme dann tatsächlich doch irgendwie durch- und ankommt - aber selbst wenn man sich dabei verfährt oder es einfach nicht mehr weitergeht und man umkehren muß, so ergeben sich dabei doch oft Ausblicke und Erlebnisse, die sich noch tiefer einprägen als der "Erfolg", und die man so schnell nicht wieder vergißt. :old:

Eure "Zaun-Niederlegungs-und-Wiederaufbau-Aktion" ist ganz bestimmt genau so eine unvergeßliche Episode, so nach dem Motto "Schatz, weißt Du noch, als wir damals in den Pyrenäen ..." :wink:


Ein bzw. zwei Fragen zum Auto hätt' ich noch :

Du erweckst bei mir den Eindruck, solche Strecken bisher mit dem durch Seikel doch ganz ordentlich getunten Bus nicht gefahren zu sein : würdest Du das selbst einem Seikel-T5 lieber eher nicht zumuten/zutrauen und woran läg's dann Deiner Meinung nach am ehesten : fehlende Untersetzung, zu schlechte Winkel, zu langer Radstand oder mangelnde Bodenfreiheit ? Bild

:arrow: Was zu der Frage führt : Hat sich für Dich der Umstieg vom "Offroad-tauglichen Campingmobil" zum "Camping-tauglichen Offroader" damit hoffentlich letztlich tatsächlich "gelohnt", gerade auch angesichts solcher Strecken ? 8)


Auf eine Fortsetzung des Reiseberichts hoffend-wartende Grüße,
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Tscharlie
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4motionmike
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Beitrag von 4motionmike » 21. Aug 2011, 18:42

Hallo,

natürlich geht's noch weiter. Hab jetzt am Wochenende nur noch keine Zeit gehabt. Samstag morgen 01:55 Uhr hat uns nach ca. 1 Std. Schlaf uns Melder geweckt und wir mußten zu 'nem Großbrand ausrücken (wir sind beide aktiv bei der FW Bad Rappenau):

http://www.stimme.de/polizei/kraichgau/art17125,2219310
http://www.stimme.de/kraichgau/ks/art31504,2219728

Wir waren dann morgens um kurz vor 6 zu Hause, haben geduscht und mußten um 7 auf Arbeit sein :cry:
Heut Abend haben wir noch Brandsicherheitsdienst beim Lichterfest:

http://www.stimme.de/kraichgau/nachrich ... 43,2219784

Da werden wir auch wieder erst nach Mitternacht heimkommen. Ich hoffe, dass ich morgen abend weitermachen kann. Zwei Tourtagebzw. 3 Touren fehlen noch.


@ Tscharlie: mit dem T5 waren wir vorher nicht auf solchen Reisen. Hat sich halt nicht ergeben. Ich denke das größte Problem ist die fehlende Untersetzung. Die anderen Punkte (schlechte Winkel, ...) kann man teilweise mit guter Fahrweise ausgleichen, aber wenn ich dran denke wie wir Kupplung und Bremse gequält hätten ohne Untersetzung, na ja ... Ein Seikel-T5 kommt sehr weit. Ein Kumpel von mir macht richtig heftige Sache Sache damit: kein Fahrgelände ist vor ihm sicher, Reisen nach Marokko, Tunesien, Rumänien, ... Allerdings hat er schon einige Macken: Front- und Heckstoßstange rausgerissen, im Mammutpark fast auf die Seite gelegt (nur weil ein großer Fels zufällig rumlag, der ihn aufgehalten hat, ging's grad nochmal gut). Es geht also einiges mit nem Seikel-T5.
Der Bus war ja kein Campingmobil. Wir hatten im Urlaub nur Fahrer- und Beifahrersitz drin und ansonsten hinten leergeräumt. "Gelebt" haben wir ja im Oztent. Der Vorteil vom Bus lieg klar auf der Hand: man kann mitnehmen was man will. "Vielleicht hab ich Zeit und laß meinen Lenkdrachen steigen -rein damit; oder mein Rockcrawler
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mit speziellem Akkuladegerät, Ersatzteilen Werkzeug ist das ne große Kiste - egal rein damit, ... Du mußt dir keine Gedanken über den Platz machen.
Das ist jetzt natürlich anders. Man muß sich ganz schön einschränken. Aber oft kommt man aus'm Urlaub zurück und hat viel Zeug dabeigehabt, das man nicht gebraucht hat. Selbst jetzt war's es so und wir hätten noch bissel Ladekapazität gehabt. Also aus unsrer Sicht war's die richtige Entscheidung.

Liebe Grüße,


Michael.

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Tscharlie
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Beitrag von Tscharlie » 21. Aug 2011, 18:54

4motionmike hat geschrieben:Also aus unsrer Sicht war's die richtige Entscheidung.
:up:

Das freut mich ehrlich für Dich - und natürlich auch für unsere Autos ... :D


Liebe Grüße,
Tscharlie
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4motionmike
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Beitrag von 4motionmike » 27. Aug 2011, 15:08

Am nächsten Morgen ging's dann weiter Richtung Andorra. Wir fuhren den sogenannten Schmugglerpfad aus dem Offroad-Heft. Wir starteten in Llavorsi, wo's zuerst auf einer normale Straße bis Alins ging. Von dort fuhren wir auf einer sehr engen Teerstraße Richtung Tor.

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Anfangs waren wir sehr enttäuscht, denn ab dort wo laut Beschreibung die Schotterstrecke losgehen sollte, war alles betoniert und auch die als ziemlich deftig beschriebene Flußdurchfahrt war nicht möglich. Kurz vor Tor ging dann endlich doch noch der Schotter los.

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Gegenverkehr

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Alt und neu vereint – unser LC und die schöne alte Kirche in Tor

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Direkt nach Tor wurde die Strecke viel anspruchsvoller und es ging dann bis zur Grenze hoch auf den Port de Cabus (2300m).

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Die Drei haben sehr streng die Grenzgänger beobachtet.

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Vorne in Andorra, hinten noch in Spanien – direkt auf der andorranischen Seite fängt der Teer an.

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Danach ist man schlagartig in einer anderen Welt. Die Hauptverkehrsstrecken durch Andorra sind stark befahren und vor allem in den Städten herrscht Hektik pur. Da es erst nach 13:00 Uhr war, beschlossenen wir gleich noch 'ne Tour dranzuhängen. Im "MDMOT-Buch" hatten wir die Tour P2 ("Endurogebiet") ausgesucht. Daher fuhren wir Richtung Süden durch Andorra la vella nach St. Julia de Loria. Von dort aus geht’s Richtung Osten wieder bergauf, zurück in die Natur. Auf ungefähr halben Weg nach oben ist die erste Station eines riesigen Freizeitparks, der auf 2000m Höhe seine Fortsetzung findet - Bogenschießen, Reiten Wandern, MTB, Quadfahren (für groß und klein), im Winter Schneeschuhwanderungen, ... und dann der Clou: mit 5,3 km die angeblich längste Sommerrodelbahn der Welt: http://www.naturlandia.ad/ca/index.aspx

Das Wetter im Tal war sehr regnerisch und von oben hat man gesehen, dass fast in jedem Tal das Wetter anders war. Endlich ging's wieder ins Gelände.

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Nun zwei Bilder, mit denen unser makaberstes Urlaubserlebnis beginnt:

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Am rechten Bildrand steht ein Pferd, das von seiner Herde abgesondert völlig allein an einem kleinen Bach steht. Oben links im Bild sitzen ca. 30 Gänsegeier. Beim Vorbeifahren haben wir uns eigentlich nix dabei gedacht; die Bilder waren Zufall. Als wir zwei Stunden später auf dem Rückweg wieder zu der Stelle kamen, lag das Pferd tot im Bach und die Geier haben ihr Festmahl begonnen. Die Bilder dazu erspar ich euch. Auf jeden Fall haben wir eins daraus gelernt. Wir werden in Zukunft sehr vorsichtig sein, mit angeblich sauberem Gebirgsbach-Wasser. Das Pferd lag kurz vor'm Gipfel im Bach, und das Blut lief direkt in Wasser. Was da Std./Tage später alles für Bakterien und Krankheitserreger Richtung Tal geflossen sind ist schon eklig. Wenn man hundert Meter weiter unter steht und seinen Wasservorrat auffüllt oder nur etwas trinkt, hat man keine Ahnung davon was weiter oben mit dem Bach los ist.

Aber zurück zur Tour ... Das Wetter bliebt trocken, die Sichtverhältnisse aber sehr wechselhaft. Nach der Bergstation gibt es sehr viele Wege, die man erkunden kann, man muss sich nur an 2 Regel halten: man darf nur auf den Wegen fahren - das ist kein Problem, denn die sind teilweise so anspruchsvoll, da braucht man nicht querfeldein zu fahren. Als zweites ist zu beachten, dass man auf diesen Wegen nicht nach Spanien fahren darf. Das wiederum ist schwieriger, denn man befindet sich teilweise direkt auf der Grenze (die Grenzsteine stehen direkt am Wegrand) und einmal falsch abbiegen, schon ist man in spanischem Hoheitsgebiet.

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Dann wurde es richtig interessant

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Der LC am höchsten Punkt aller Touren: 2641m

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Ab hier wurde es meiner Freundin bissel zu heikel, also haben wir die Plätze getauscht und ich bin wieder gefahren.

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Schöner Gegenverkehr

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Was wir dann zu sehen bekamen, hielt ich erst für ein Hirngespinst. Durch die Wolken sah ich kurz total verschwommen die Umrisse eines alten VW Busses. Das Ganze war gleich aus unserem Sichtfeld verschwunden. Ich dachte das war nur ein großer Felsbrocken und ich hab durch die Höhenluft als Ex-T5-Fahrer Entzugserscheinungen und deshalb schon Hallus. Und dann das hier:

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Ein VW-Fanclub hat den wohl zu deren 15jährigen Bestehen dorthin geschafft. Ich hab zwar ne homepage dieses Clubs gefunden, aber mangels Spanischkenntnisses bin ich leider nicht weitergekommen. Mich würde interssieren, wie sie das angestellt haben (vorallem Bilder von der Aktion). In Deutschland würde man wahrscheinlich mächtig Ärger mit den Behörden bekommen. Vielleicht kann Cid uns da weiterhelfen und etwas herausbekommen ...

Man kann hier Stunden lang spielen

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Auf der Rückfahrt sahen wir nochmal kurz den schönen Patrol

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Zurück im Tal gab's ein heftiges Gewitter, aber auch das hat seine schönen Seiten.

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Es ging dann direkt weiter nach Canillo. Dort wollten wir am nächsten Tag einige Kettersteige testen. In Canillo fanden wir einen ganz kleinen, einfachen und sehr günstigen Campingplatz. Uns gefiel es dort so gut, dass wir 3 Nächte dort geblieben sind. die erste und einzige Regennacht.

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4motionmike
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Beitrag von 4motionmike » 27. Aug 2011, 16:34

Mitten in Canillo auf einer kleinen Wiese liegt dieser kleine Campingplatz. Wir wollten eigentlich nur eine Nacht bleiben, aber es wurden drei. Da in Andorra eh alles recht schnell zu erreichen ist, beschlossen wir dort unser "Basislager" aufzuschlagen. Wir haben pro Nacht 12,- € gezahlt (ohne Strom). Es hab ein kleines Häuschen mit Duschen, Toiletten, Waschraum – alles sehr einfach und rustikal, aber immer sauber. Auf'nem Campingplatz brauchen wir keinen Pool, Animation, ... Dort werden wir uns bestimmt mal wieder niederlassen.

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Dann wurde es für uns sportlich und unser LC durfte sich mal ausruhen.

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Geschafft

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Unser Campingplatz von oben, ziemlich zentral in der Bildmitte sieht man unseren Tisch als Platzhalter. Das ist halt das Problem beim Dachzelt, dass man wenn man wegfährt #nen leeren Platz hinterläßt.

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Da das Wetter besser war als am Vortag sind wieder nochmal zum Freizeitpark gefahren und haben uns dann die Rodelbahn gegönnt.

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Unsre Gipfel vom Vortag – die Tour ging wirklich von einem Gipfel auf den nächsten.

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Für Geländewagenfans gab's auch wieder was zu sehen.

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Dann haben wir zufällig die Feuerwehr in Andorra la vella entdeckt und uns mal genauer angeschaut. Am besten hat uns der Name gefallen. "BOMBERS" hört sich irgendwie besser an als "Feuerwehr". Wenn ich unser Gerätehaus damit vergleiche, dann kann man richtig neidisch werden. Was die Fahrzeuge angeht, sieht's aus wie bei uns - sehr moderne neue Fahrzeuge bis hin zu Modellen aus den 80'ern.

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Wieder auf dem Campingplatz gab's abends noch eine schönes Feuerwerk - extra für uns oder war's doch nur ein Stadtfest?! :wink:

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Unser J 15 bei Nacht

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Liebe Grüße,

Michael.

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Schlafwagen
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Beitrag von Schlafwagen » 27. Aug 2011, 18:00

Wow!
Ich bin sehr beeindruckt von den Fotos und den Infos. Einfach schön, sehr schön.
Bravo!

Guten Gruß

Frederick
Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.
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„Einen gepackten Reisewagen und einen Dolch sollte ein jeder haben; dass, wenn er sich fühlt, er gleich abreisen kann.“ Rahel Varnhagen (1771-1833)
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Das ist der ganze Jammer: Daß die Dummen so selbstsicher sind, und die Klugen so voller Zweifel. (Bertrand Russell, 1950 Nobelpreis für Literatur)

Hagen
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Beitrag von Hagen » 27. Aug 2011, 18:20

Ganz toll :!: :!: :!:


Danke für die Arbeit die du dir gemacht hast uns damit zu unterhalten und zu begeistern

LG
Hagen
Man sollte mit seinen Mitmenschen so umgehen, dass man jeden Abend in den Spiegel gucken kann.
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Ein Kluger merkt alles,ein Dummer macht zu allem eine Bemerkung. "Heinrich Heine"


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4motionmike
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Beitrag von 4motionmike » 27. Aug 2011, 20:45

Vielen Dank für eure positiven Rückmeldungen. So 'nen Reisebericht zu schreiben kostet zwar viel Zeit, aber irgendwie isses so als wenn man wieder mittendrin wäre. Vorallem wenn man bei "google earth" die Touren sich nochmal anschaut oder Infos sucht, fühlt sich das alles so an, als würden wir noch im Auto sitzen.

Am nächsten Tag geht’s auf die letzte Tour. Nochmals eine Route aus'm MBDMOT-Buch: P1 (Schmugglerpfad Andorra). Auf unserem Weg nach Süden über die Grenze nach Spanien kamen wir fataler Weise an einem großer Intersport/Outdoor-Laden vorbei – mal kurz reinschauen. Nach etwa 1,5 Std. ging's dann weiter. Aber bei den Preisen in Andorra wartet man gerne. Die Schuhe, die ich haben wollte, mußten aus einer anderen Filiale gebracht werden – toller Service. Dafür gab's auf dem Parkplatz und hinter dem Laden ein paar Fotomodels:

3 Jahrgänge auf einen Blick

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Etwas für einen Bastler mit viiiel Zeit

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Wär ein schönes Spielzeug für mich

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Ein interessanter J 12

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Direkt nach dem Grenzübergang ging's wieder in die Berge.

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Erst mal langsam zum Testen durchfahren und dann aus Spaß nochmal mit Speed.

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An der Eremita de Sta. Magdalena machen wir ne kleine Rast – ein sehr schöner romantischer Platz.

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Anschließend ging's weiter, mit 'nem RAV 4 hinter uns. Da merkt man dann die Unterschiede. Sobald es auf der Strecke etwas schwieriger wurde, hatte er Probleme. Einmal kam er nur nach mehreren Versuchen durch. Ich hab mich schon wieder rückwärts die Strecke runterrollen lassen, um ihm zu helfen, aber dann ging's doch alleine. Als wir dann abbiegen wollten, hupte der Fahrer und seine Frau hat versucht uns zu erklären, dass der Weg 'ne Sackgasse ist. Die anderen fuhren weiter und ich gegen den Einspruch meines Navigators trotzdem bergab, denn laut Koordinaten waren wir richtig. Irgendwann ging's rechts weg – genau in die Richtung, in die wir sollten – aber mit einem Verbotsschild, darunter ein Schild mit Text. Wir fuhren weiter ins Tal zu einem ganz kleinen Dorf, das anscheinend nur noch von einer jungen Familie bewohnt wurde. Der Mann war dabei, auf abenteuerliche Art und Weise einen alten Anhänger zu reparieren. Er begrüßte uns sehr freundlich, obwohl wir bis mitten in seinen Hof, trotz Elektrozaun. Dann redeten wir miteinander, äh also ich auf englisch und er auf spanisch oder katalanisch, keine Ahnung. Ich wollte wissen wie wir weiterfahren müssen, und er wollte mir erklären wie wir nach Andorra kommen. Wir trennten uns dann wieder mit einem Lachen und wir fuhren wieder den Berg hoch.
Der Ort der angeregten Unterhaltung von oben.

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An dem Sperrschild gab's wieder Diskussionen, mein Navigator war diesmal sehr widerspenstig :nanana: Also Wörterbuch raus und blättern. Unter dem "Durchfahrt verboten" - Schild stand: "ausgenommen" und dann ein Wort das nirgends zu finden war: "veins". Ich hab gerade mal im Internet nachgeforscht. Anscheinend ist es katalanisch und heißt auf deutsch Nachbarschaft. Cid kann das bestimmt bestätigen bzw. korrigieren. Da es im Tal nicht weiterging, mußte das die richtige Strecke sein. Ich beschloß, dass "veins" der katalanische Ausdruck für Land Cruiser ist und fuhr weiter :wink: Wir waren tatsächlich auf dem richtigen Weg.

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Wir kamen wieder auf die Hauptstraße, auf der wir ein paar Tage zuvor zu unsrer Tour Richtung Andorra fuhren. Wir hatten erst ca. ein Drittel der eigentlichen Route zurückgelegt und es war schon nach 18:00 Uhr. Wir beschlossen, die Tour abzubrechen und nach Canillo zurück zu fahren. Laut Navi wäre es auf normalen Straßen ca. 110 km gewesen. Daher fuhren wir nochmal auf unsrer ersten Schmugglertour nach Andorra. Zeitlich hat's genauso lange gedauert, wie die Straßenvariante, obwohl wir nur ca. 35 km fahren mußten. Es war natürlich viel schöner, auch wenn wir die Strecke schon kannten.

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Am nächsten Tag ging's ans packen. Alles fest verzurren und dann Richtung Mittelmeer. Direkt nach Canillo ging's bei schönstem Wetter in den Tunnel – auf der anderen Seite sah's so aus.

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Die schnellste Route ging erstmal nach Frankreich zurück nach Argeles-sur-mer. Von dort sind wir nicht auf der Autobahn, sondern die Küstenstraße bis Empuriabrava gefahren. Am nördlichen Rand von Empuriabrava Richtung Roses fanden wir einen Campingplatz direkt am Strand. Dort blieben wir noch ein paar Tage bevor es zurück nach Deutschland ging.

Noch ein paar interessante Fahrzeuge

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und Impressionen vom Mittelmeer.

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Und noch was leckeres zum Abschluß

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Liebe Grüße,

Michael und Karo.

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