Cooper Discoverer ATR - eine gute Entscheidung?

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Axel
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Cooper Discoverer ATR - eine gute Entscheidung?

Beitrag von Axel » 4. Nov 2008, 12:03

Liebe LCF!

Nach nun einigen tausenden km auf dem Cooper Discoverer ATR, kann ich nun über erste Erfahrungen mit dem Reifenprofil berichten. Vielleicht sind diese Zeilen, in denen ich unsere bisherigen Erfahrungen zusammengefasst habe, ja für den einen oder anderen von Interesse!

Wir fahren den Reifen in der Dimension 265/75 R16, einmal auf Puch 290GDT (lang) und einmal auf Toyota KJ90 (kurz).

Auf beiden Fahrzeugen konnten bislang folgende Eigenschaften festgestellt werden:

Laufruhe: das Profil ist kaum hörbar, sehr leise und angenehm zu fahren. Im Vergleich zu den vorigen Cooper Discoverer S/T in 235/85 R16 ist da ein deutlicher Abfall des Geräuschpegels festzustellen.

ON-Road: Auf trockenem Belag konnten bislang keine negativen Eigenschaften festgestellt werden. Der Reifen bietet in Kurven guten Halt (hier muss natürlich die Relation zwischen einem 2-3 Tonnen schweren Geländewagen und einem PKW berücksichtigt werden).
Auch auf nasser Fahrbahn, konnte der ATR im Vergleich zu seinen bisherigen Vorgängern (Cooper Discoverer A/T und S/T) überzeugen. Der Reifen weist in nassen Kurven deutlich mehr Haftung auf. Auch bei Vollbremsungen wirkt das ATR-Profil sicherer. Die scheinbar weichere Gummi-Mischung erweist sich hier als Vorteil.

OFF-Road: auf Schotterpisten kann man dem Cooper nichts Negatives nachsagen. Die weiche Gummi-Mischung ist resistent und wies bislang keine Schäden dadurch auf. Einzig die starke Ansammlung von Steinen im Profil ist uns hier aufgefallen.
Nach einigen Fahrten auf gröberen Pisten (scharfe felsartige Steine) wurde das Profil allerdings etwas stärker beansprucht. Leichte Schnitte auf den Stollen sind teilweise zu verzeichnen.
Bei einem kurzen Sand-Test konnte ich keinerlei Nachteile feststellen. Die Traktion war stets gegeben - das mag aber auch an den Fahrzeugeigenschaften gelegen haben (Toyota KJ90 kurz, mit 265/75R16).
Auf schlammigen Untergründen weist das Profil allerdings Schwächen auf! Binnen weniger Meter sammelt sich das Profil mit Schlamm und die Traktion lässt natürlich nach.

Verschleiß: nach nun ca. 6000km ist keine erhöhte Abnutzung durch die weichere Gummi-Mischung erkennbar. Der Reifen scheint eine, den bisherigen Cooper-Modellen ähnlich hohe, Laufleistung aufzuweisen.

FAZIT: der Cooper Discoverer ATR ist ein toller Allround-Reifen, welcher gute Fahreigenschaften sowohl auf trockener als auch nasser Straße aufweist, somit ideal für Alltagsfahrer mit gelegentlichen Allrad-Einsätzen auf Sand, Pisten, etc.
Schlammige Untergründe sind nicht die Stärke des ATR. Wintereigenschaften wurden nicht getestet!

LG, Axel
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Bacardi
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Beitrag von Bacardi » 4. Nov 2008, 13:10

Danke Axel :D !

´Ne objektive Berichterstattung ist weit gehaltvoller, als ein "getürkter" Reifentest der "Fachpresse".

Brummelwolf und ich sind ja auch noch mit der Reifenfrage schwanger, und der Discoverer ATR könnte eine Alternative sein :kopfkratz:

Die absolute Schnittfestigkeit besitzt angeblich wohl nur der BFG AT wegen seiner 3-lagigen Karkasse. Ich bin der Meinung, daß das Thema Reifenpanne auf Pisten zum Teil auch Glückssache ist. Selbst meine abgenudelten Straßenschluffen haben schon einiges ausgehalten ..., vielleicht war Benedikt auch an Bord, und sind nach 100.000 km immer noch bei gut 3,5 mm Profil. Der BFG kommt für mich wegen 70er-Querschnitt und Speed-Index "R" bis 170 km/h nicht in Frage. Bin am überlegen, 3 Michelin zum neuen Ersatzrad dazuzukaufen, ode eben auf ´nen gescheiten AT umzurüsten, wobei die Ami´s den eher weicheren Japanern vielleicht vorzuziehen sind ... :?: Mir gefällt der General Grabber AT2 ganz gut. Nun machst Du die Gemeinde wieder wuschig :wink: .

Grüße



von der rollenden Baustelle
Wenn die Klügeren immer nachgeben, wird nur noch gemacht, was die Dummen wollen!

Wenn Dir ein Vogel auf´s Hemd kackt, gräm Dich nicht, sondern freu´ Dich, dass Kühe nicht fliegen können.

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Axel
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Beitrag von Axel » 4. Nov 2008, 13:36

Also zur Schnittfestigkeit sei zu sagen, dass es sich bei der besagten Piste um eine wirklich "heftige Ausführung" handelte. Ich weiß nicht ob danach ein BFG A/T besser aussehen würde. Auf der ersten "normalen" Steinpiste, sind mir keinerlei Beschädigungen aufgefallen.
Ich denke der Cooper hat im Gelände grob ähnliche Eigenschaften wie der A/T von BFG - wenn, dann bloß eine leicht weichere Gummimischung, die auf der Straße allerdings Vorteile hat. ;)

Wie gesagt, ich kann den ATR bislang eigentlich nur empfehlen - wenngleich er ja noch nicht all zu lange drauf ist!

LG, Axel
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Bacardi
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Beitrag von Bacardi » 4. Nov 2008, 14:01

Du schriebst von "ähnlich hohen" Laufleistungen mit anderen Cooper-Vorgängermodellen.

Mich würde sehr interessieren, wie "hoch" diese ausgefallen sind und ob die Pneus spürbar in ihren Eigenschaften nachgelassen haben :?:

LG



Dirk
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Beitrag von Axel » 4. Nov 2008, 16:08

Bacardi hat geschrieben:Du schriebst von "ähnlich hohen" Laufleistungen mit anderen Cooper-Vorgängermodellen.

Mich würde sehr interessieren, wie "hoch" diese ausgefallen sind und ob die Pneus spürbar in ihren Eigenschaften nachgelassen haben :?:

LG


Dirk
Also wir hatten bislang den Cooper Discoverer LT (gibt es meines Wissens nicht mehr) und den S/T.
Ersterer wurde insgesamt knapp 90000km sowohl auf Europas Straßen, als auch ca. einmal jährlich in der Wüste (Tunesien, Libyen, Algerien, Marokko) gefahren. Danach wurde er weniger wegen des Profils, viel mehr aber wegen der kleinen Beschädigungen im Profil ausgetauscht. Ich finde diese Leistung recht ansehlich. Auch der S/T wies eine ähnliche Laufleistung auf.

Die Fahreigenschaften blieben eigentlich recht lange "erhalten". Lediglich gegen Ende hin schienen diese nachzulassen. Das mag sowohl an den leichten Schäden in den Stollen, als auch an der geringeren Profiltiefe gelegen haben.
Die Reifen wurden damals über das gesamte Jahr gefahren!

Bislang haben wir mit Cooper in den letzten 12 Jahren noch keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht.

LG, Axel
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Bacardi
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Beitrag von Bacardi » 4. Nov 2008, 18:16

YEP!, :freu: DANKE, Axel,
das ist doch mal eine greifbare Aussage, wenn nicht gar eine Referenz für Cooper.

In anderen Offroad-Foren gehen die Meinungen diesbezüglich mitunter weit auseinander, wobei auch da ganz klar das subjektive Empfinden des Fahrers und auch der Hintergrund, auf welchem Fahrzeug der Reifen gefahren wurde, eine enorme Rolle spielt.

Btw, mit welchen Fahrzeugen wart Ihr auf den Coopern unterwegs ? MB G und LC, oder früher auch andere Vehikel ?

Eine so eindeutige Empfehlung aus unseren Reihen soll schonmal was heißen :D :!:

LG


Dirk
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Beitrag von Axel » 4. Nov 2008, 23:07

Bitte sehr! ;)
Klar, das sind alles Erfahrungen, die wir gemacht haben. Jeder mag das anders empfinden. Aber ein Anhaltspunkt könnte es für den einen oder anderen sein!:)

Also die ATR sind derzeit sowohl auf Puch G als auch dem J90 montiert.
Die S/T waren sowohl auf dem Toyota (1 Libyen Fahrt), später auf dem G montiert (ca. 2 Jahre), anschließend verkauft.
Die LT waren erst auf einem J61 (2 Jahre) und später wieder auf dem G montiert (ca. 7 Jahre).

LG, Axel
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Martl
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Beitrag von Martl » 6. Nov 2008, 10:00

In Tun hatten wir auf den vier LCs vier verschiedene Reifen:
Bridgestone Dueler H/T auf dem 9er
Auf den 12ern: Cooper M/Ts, BFG A/Ts und Dueler A/Ts.
Und was war trotz Piste, niedrigem Luftdruck auf allen Autos, hohem Gewicht,...: Nix! Keine einzige Reifenpanne wegen der "so empfindlichen" Straßenreifen.
Jeder hat sich mal festgefahren wo andere durchkamen.
Einzig auffallender Unterschied: Je gröber das Profil, desto mehr Staub wird aufgewirbelt.

Die Reifenfrage ist wirklich erst interessant wenn matschig wird. Auf Sand und Schotter ist das alles wurscht.
Die vernünftigste Entscheidung erscheint mir ein straßenlastiger A/T (wegen der Haltbarkeit), denn hier im Alltag geht es um Sicherheit.
Im hiesigen Matsch wird ein A/T gegenüber Straßenreifen keine gravierenden Vorteile haben.

Dennoch wird mein nächster SR ein BFG A/T in 265/70. Einfach weil der auf unseren Autos geil aussieht :mrburns

Gäbe es meinen Dueler A/T 694 in 265/70 würde ich den wieder nehmen.
Leiser als die Winterreifen, vernünftige Kilometerleistung (ca. 40.000Km ohne Verschleißerscheinungen) und: gute Optik :D

Gruß
Martl
Schwarzes Auto mit Zeugs dran.
Sandfarbenes Auto mit Zeugs drin.

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Beitrag von Bacardi » 6. Nov 2008, 10:58

Danke für die realistische Einschätzung und den "Praxisbericht", Martin :D !

Der Stressverursacher ist hier ganz eindeutig mal wieder "die Qual der Wahl". Man steht vor einer Entscheidung, die einen über einen gewissen Zeitraum und den einen oder anderen Kilometer begleiten wird und will dabei sämtliche Eventualitäten berücksichtigen und alles richtig machen, was dann in einem innerlichen K(r)ampf endet ... :idee:

Mein Haupteinsatzfeld ist ganz klar die Autobahn, und wieviel Kompromisse will man eingehen ? Wiederum ist eine Reifenpanne auf entlegenen Bergpisten in der Wallachei auch nicht lustig und dem ehelichen Frieden nicht gerade zuträglich...! Und genau hier geht die Herumeierei los :ouh:

Ich werde die Antwort wohl auswürfeln :dafuer: :dagegen: und das Resultat dann mit Sicherheit schon sehr bald bereuen :wink: ...

Es gab da mal ein demokratisches Land in östlicher Nachbarschaft, da mußte man nehmen, was man kriegen konnte, und schlief wahrscheinlich ruhiger :schlafen: .

VLG



Dirk
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Beitrag von Axel » 6. Nov 2008, 15:46

Martl hat geschrieben:Keine einzige Reifenpanne wegen der "so empfindlichen" Straßenreifen.
.
.
.
Die Reifenfrage ist wirklich erst interessant wenn matschig wird. Auf Sand und Schotter ist das alles wurscht.
Also ich behaupte mal, dass es nicht nur bei Matsch interessant wird, sondern auch bei regelmäßigeren Off-Road-Einsätzen. Der Straßenreifen ist nunmal eher für die Straße konzipiert, und daher auch nicht für gröberes Gelände extra verstärkt worden (v.a. Seitenwand). Für eine Reise mag das keineswegs einen Unterschied ausmachen, aber auf Dauer, denke ich leidet der Straßenreifen doch mehr auf gröberen Pisten etc. als ein A/T- oder gar M/T-ähnlicher Reifen.

Das sind zumindest unsere Erfahrungen im Laufe der Zeit: seitdem wir die ersten Cooper (damals LT) am Auto montiert hatten, hatten wir bis heute noch keine einzige Reifenpanne damit! Ich denke das spricht, bei einmal Wüste/Jahr, schon für sich.

LG, Axel
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