Dachzeltbreite ?!?

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Toyobiker17
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Dachzeltbreite ?!?

Beitrag von Toyobiker17 » 20. Mär 2016, 22:18

Hallo,
auf meinen Landcruiser 150 möchte ich ein Hartschalen-Dachzelt montieren ABER
welche Breite nimmt man?
Zu Hause schlafe ich in einem 2 m breiten Bett, optisch würde sich ein 1.30 m breites Zelt auf dem Dach integrieren. Hat jemand auch die 1,60 m Breite montiert?
Oder nimmt man gar kein Hartschalenzelt?!?!?!?!?
Könnt Ihr mir Infos geben?
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sgm
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Re: Dachzeltbreite ?!?

Beitrag von sgm » 21. Mär 2016, 09:58

So pauschal kann man das nicht sagen - beides hat seine Vor- und Nachteile (Softdachzelt vs. Hartschale).

Vorteile Hartschale:
- unschlagbar schnell auf- und abgebaut
- kaum Windgeräusche beim fahren
- relativ windstabil

Nachteile:
- belegt i.d.R. das komplette Dach, so dass man kaum andere Sachen oben transportieren kann
- meistens teurer

Vorteile Klappzelt:
- mehr Platz im Innenraum
- belegt nur einen Teil des Daches
- meistens etwas günstiger

Nachteile:
- fummeliger Auf- und Abbau
- trägt etwas mehr auf, deswegen höhere Windgeräusche

Für mich haben damals beim Kauf die Vorteile der Hartschale überwogen und jedesmal wenn ich beim Auf- und Abbau eines Klappzelts zuschaue, fühle ich mich wieder bestätigt. Letztendlich muss das aber jeder selber entscheiden, was ihm wichtiger ist.

Am Besten wird es sein, du schaust dir z.B. in Bad Kissingen mal die verschiedenen Konzepte an, machst mal einen Spaziergang über das Campgelände und schaust dir dort die vielfältigen Möglichkeiten an, auf oder im Auto zu übernachten.

Zur Breite:
IMHO reichen 140cm für 2 Personen locker aus. Die breitesten aufblasbaren Isomatten sind ca. 80cm breit und auf denen hab ich zumindest noch nie das Gefühl gehabt, es wäre zu schmal. Man ist halt auch nicht zuhause und den Komfort eines 2-Meter Bettes kann man schlecht mit auf Reisen nehmen, wenn man "nur" mit einem Auto unterwegs ist.

Zwei Vergleichsfotos aus dem letzten Urlaub:
Bild

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Re: Dachzeltbreite ?!?

Beitrag von sapo » 21. Mär 2016, 17:55

Hallo,

unsere langjährige Erfahrung mit (ausschliesslich südafrikanischen Leih-) Klappzelten:
die tatsächliche Liegebreite eines 140 cm Klappzeltes beträgt im Hüftbereich nur 120 cm! Da sich hier die Gestängeteile und Knotenbleche des Klappmechanismus treffen, gehen rund 20 cm verloren. Dadurch stehen "exponierte" Körperteile nachts immer am kalten Metall an, was zu Kältebrücken im Schlafsack und damit zu einem unkomfortablen Gefühl führt.
Wir haben deshalb und wegen des in unseren Breiten zu erwartenden Kondenswasser-Problems an unserem privaten Toyota nie an ein Klappzelt gedacht (wir schlafen innen).

Grüsse aus Wien
Saharapoldi vulgo Sapo

Mountii
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Re: Dachzeltbreite ?!?

Beitrag von Mountii » 21. Mär 2016, 19:16

Hallo,

ich geb auch mal meinen Senf dazu.
Wir haben auf unserem Nissan Pickup der in Johannesburg steht ein 140er Dachzelt (Klappzelt) montiert
und ich kann nur sagen dass es breit genug ist und auch sehr schnell aufgebaut ist (ca. 5 Minuten).
Beim Abbauen braucht man etwas länger und es ist von Vorteil wenn man zu zweit ist. Das ist aber für uns das einzige was stört.
Wir schlafen zu zweit bequem drinnen und mit den "Kältebrücken" kann ich auch nicht bestädigen.

Hier in Deutschland haben wir auf unserem LC ein 160er Klappzelt montiert. Also noch größer mit noch mehr platz.

Das ist aber meine Meinung, auch ist für uns die Lösung mit den Klappzelten ok. Es gibt mit Sicherheit besseres was nich unbedingt teurer ist.

Grüße Stefan

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fsk18
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Re: Dachzeltbreite ?!?

Beitrag von fsk18 » 21. Mär 2016, 21:44

, gehen rund 20 cm verloren. Dadurch stehen "exponierte" Körperteile nachts immer am kalten Metall an, was zu Kältebrücken im Schlafsack und damit zu einem unkomfortablen Gefühl führt


:old: :old:


dagegen gibt es Abhilfe :lol: :lol: :roll: :roll:
Gruß Basti

http://www.kfz-technik-sebastian-frys.de
seit Mai 2019 mit eigener Werkstatt

und auch bei http://www.MadeInRussia.de
Ausstellerstand M29 (wahrscheinlich mit mir) auf der AbenteuerAllrad in BK 2019

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fsk18
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Re: Dachzeltbreite ?!?

Beitrag von fsk18 » 21. Mär 2016, 21:46

PS

Wir haben ein Autocamp-Family 2,00 Meter breit oben drauf. Öffnung/Eingang zum Heck raus. Ist geschlossen glaub ich 2,00x1,40meter.
Gruß Basti

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4motionmike
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Re: Dachzeltbreite ?!?

Beitrag von 4motionmike » 22. Mär 2016, 07:51

Hallo,

im Sommer werden es bei uns fünf Jahre, wo wir mit Dachzelt unterwegs sind. Wir haben ein Maggiolina Airtop small. Die Maße sind 210 x 130 cm. Die Vorteile und Nachteile hat Stefan (SGM) ja schon perfekt beschrieben. Vor allem bei schlechtem Wetter ist man über den schnellen Auf- und Abbau froh.
Die schmale Variante passt sich perfekt der sich nach oben verjüngenden Karosserie an. Wir sind beide sehr schlank und haben daher auch bei 130 cm Breite genügend Platz. Beim Airtop ist das Gestänge seitlich im Fuß- bzw. Kopfbereich, also dort wo es am wenigsten stört.
Ich weiß noch genau, dass wir den Preisunterschied für die 15 cm breitere Variante als unverschämt hoch empfanden. Daran wird sich wohl auch nichts geändert haben.
Wir können auch während der Fahrt einiges an Zeugs im Dachzelt lassen. Schlafsäcke, Kopfkissen, Handtuch (der blödeste Nachteil des Zeltes: wir lassen normalerweise unsere Alltagskleidung unten im Auto. Wenn man dann im Regen hoch muss, ist alles klamm) und sonstiger Kleinkram.
Zweimal haben wir das Dachzelt bisher als Dachbox zweckentfremdet. Beide Male waren wir mit dem Oztent zum Campen gefahren. Alles raus aus dem Dachzelt (Matratze, ...) und dann ging sehr viel Campingkram oben rein.
Fazit: wir haben den Kauf des Airtop nicht bereut und sind sehr zufrieden damit.


Liebe Grüße,

Michael und Karo.
Leg dich nicht mit einem Geocacher an. Er kennt Orte, an denen dich niemand findet!

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GOGOL
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Re: Dachzeltbreite ?!?

Beitrag von GOGOL » 22. Mär 2016, 10:23

Wir sind seit etlichen Jahren mit dem "Rooflodge Extended" mit 140 cm Breite bei jedem Wetter (bis auf Schnee) unterwegs gewesen. Für 2 Personen völlig ausreichend. Unsere Schlafsäcke passen exakt nebeneinander. Eine Raumverminderung durch Gestänge haben wir noch nicht bemerkt. Ebenso keine Kältebrücken. Der Vorteil beim Extended ist der überdachte Einstieg, was bei schlechtem Wetter von Vorteil ist. Der Auf- und Abbau ist natürlich fummeliger als beim Hartschalenzelt, ist aber nach einiger Übung mit 2 Personen auch schnell gemacht, jeweils 10 - 15 Min. Unser Zelt ist auf Stefans Fotos zu sehen. Bei Wind können die Geräusche im Zelt schon beängstigend sein. Ist aber bei weitem nicht so bedrohlich, wie es sich anhört. Unschön ist es, wenn das Zelt nass zusammengebaut werden muss! Auf unserer Reise in den Oman hatten wir ein Dachzelt von 180 cm Breite, was sehr schön, aber nicht wirklich erforderlich ist. Als wir 2 mal in ein heftiges Unwetter mit Gewitter geraten sind, mussten wir feststellen, dass die Grenzen in Punkto Stabilität und Dichtigkeit damit überschritten waren. :mrgreen:

Hier noch zwei Bilder:

Trocknungsaktion nach dem ersten überstandenem Unwetter, am nächsten Morgen bei herrlichem Sonnenschein und Wärme
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Sonst eigentlich ganz gemütlich
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Nur so nebenbei, letzte Woche waren wir bei Globetrotter und haben uns ganz unverbindlich das Hartschalenzelt Columbus von Autohome angesehen. :greenwink:

Viel Erfolg bei der Auswahl! :old:

Marlis & Jörn
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...und immer schön fröhlich bleiben!
Landcruiser GRJ78 MORPHO, 170 kW/231PS, Weiß, 2x90L Benzintanks, 50L Wassertank, EXTREM Windenstoßstange, Winde X-Power XEW-12500, Höherlegung, Spurverbreiterung hinten, 285/75R16 BF Goodrich AT K02, Toyota Snorkel, Diff.-Sperre hinten, OME Fahrwerk, Alu-Cab Shadow Awn

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Re: Dachzeltbreite ?!?

Beitrag von Toyobiker17 » 23. Mär 2016, 19:33

Hallo
Danke für die Infos, habe bei Daktec ein Columbus in 1,45 m breite bestellt. Ich denke das schnelle öffnen und schließen ist ein Vorteil. 1,30 m hätte schöner ausgesehen auf dem Dach, ist mir aber zu schmal.
René

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fwgde
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Re: Dachzeltbreite ?!?

Beitrag von fwgde » 7. Dez 2016, 21:35

Bild
Hier mal die 160 cm Hartschalen-Variante. Steht seitlich über aber das stört nicht und sorgt für Schatten.
Gruß
Frank

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