Energie-Box

Zubehör, Umbauten, Tuning
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Surfy
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Beitrag von Surfy » 19. Mär 2012, 16:15

Herzlichen Dank für die vielen Informationen.

Zum Waeco DC 20 gibt es einen unschönen Thread im Buschtaxi Forum:

http://forum.buschtaxi.org/ladewandler- ... 21563.html

Ich glaube nach soviel schlechten Erfahrungen - kann man sich den Versuch auf einen Selbsttest schon fast sparen.

Hier mal die Eckdaten der Waeco DC 8, mit der es hier ja positive Erfahrungen gibt:

Eingangsspannung: 12 Volt DC
Eingangsspannungsbereich: 8 - 16 Volt DC
Ausgangsstrom: 8 A
Ausgangsspannung: 14,2 Volt DC ± 0,1 Volt
Wirkungsgrad: bis 87 %
Ripple & Noise: 20 mA

Hier der Redarc:

DC Input Voltage Range 9V - 32V
Battery Types Gel/AGM Standard Lead Acid Calcium Content
Absorption Voltage 14.5V 14.9V 15.3V
Float Voltage 13.3V 13.3V 13.3V
Boost Commencement Voltage 12V 12V 12V

@Saharapoldi: Laut den spezifikationen, kann das Waeco "nur" 14.2 - und nicht 14.5 aufwärts *kopfkratz*
der Serien-Lima-Regler liefert die ideale Spannung zum Laden der Starter-Batt. (Blei/Säure-Batterie) also ca. 14,2 V.
Die Gel/Vliess/Wickel-Batterie braucht aber für den Lade-BEGINN mind. ca. 14,5 -14,6 V, und genau die zaubert das Waeco-Kistl.
Danke für den Tip mit microcharge.de - ich hake da auch mal nach :wink:

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Martl
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Beitrag von Martl » 19. Mär 2012, 16:51

Hi Surfy,

am Wochenende habe ich mir mal wieder selbst bewiesen, wie grau alle Theorie beim Thema Strom ist.
Oder wie sollte es sonst möglich sein, 200 Watt mit 12V zu betreiben ohne das die 15 A Sicherung auslöst? In der Theorie dürfts nämlich gar nicht funktionieren. :wink:

Da würde ich mehr auf Erfahrungswerte, wie sie bspw. Saharapoldi und lines recht detailliert beschrieben haben, vertrauen. Ggf. eine 10-20 Ah größere Batterie als Sicherheit verwenden und gut ists.

Gruß
Martin
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Beitrag von Saharapoldi » 21. Mär 2012, 18:52

Hallo Surfy,

Du hast völlig recht: die Waeco-Kisteln bringen nur 14,2 Volt. Habe ich übersehen, war eine Empfehlung vom "Hörensagen" durch einen Wohnmobilisten, der damit gute Erfahrung gemacht hat, so wie Lines.

Der Grund könnte darin liegen, dass beim serienmässigen LC der LiMa-Regler von 14,2 V nach dem Vollladen der Starter-Batt. (nach z.B. 0,5 bis 1,5 h) auf 13,x V abregelt, wodurch das Laden der Gel/Vlies-Bord-Batt. praktisch eingestellt wird. Beim Waeco DC aber wird weiter mit 14,2 V geladen.
Mein Hinweis auf 14,6 V Ladebeginn stammen vom Datenblatt einer Gel-Batt. aus 2005, vielleicht haben heutige Vlies-Batt. das Problem der Sulfatierung schon besser gelöst und daher niedrigere Ladespannungen. (Hat da jemand ein Datenblatt?)

Hallo Martin,

Dein "Stromwunder" könnte mit dem Spannungsabfall bei 17 A über die serienmässigen Kabelquerschnitte erklärbar sein. Schon mit 11 V am Gerät geht sich`s aus.
Mein Mini-Solarmodul übergibt z.B. seine Leistung direkt am Eingangs-Stecker an die Little Engel, das sind knapp 3 A, ohne Spannungsabfall.

Grüsse aus Wien
Saharapoldi

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Beitrag von Martl » 22. Mär 2012, 08:24

Hi Leopold,

ja, das würde funktionieren, am Verbraucher liegen aber gemessene 12,0xV an.

Im Hobbybereich in dem wir uns bewegen, glaube ich mittlerweile, dass Ungenauigkeiten von +/- 0,2V oder 0,5-1,0A auch bei Markenherstellern durchaus normal sind.

Gruß
Martin
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sgm
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Beitrag von sgm » 18. Jun 2012, 22:59

Ich führe mal diesen Thread weiter, da ich gerade dabei bin, mir selber so eine Box zusammenzubasteln. Wie üblich bei mir dürft ihr nicht viel Theorie erwarten, Erfahrungen sind alle in der Praxis gesammelt, was funktioniert bleibt im Auto, was nicht fliegt raus ;) .

Ich hatte bereits im Sorento eine Verbraucherbatterie eingebaut, im Kofferraum. Eine FIAMM FGC24204. Getrennt wurden die Stromkreise mittels TrennMOSFET von Microcharge. Gibts hier ja auch einen Thread zu ...

Die dort beschriebene Lösung hatte ich auch für die Marokko-Reise umgesetzt und hatte auch super funktioniert. Solange, bis der MOSFET vor ein paar Wochen schlapp gemacht hat. Eingeschickt bei Microcharge ergab sich, dass es sich um einen Wasserschaden handelt. Ich vermute einen Spätschaden der vielen Wasserdurchfahrten auf Island.
Netterweise hat Tom von Microcharge mir den MOSFET wieder repariert, nur war klar, in den Motorraum kommt der nicht mehr!

Was nun? Jetzt ist mir dieser Thread hier wieder eingefallen. Da ich aber bereits fast die komplette Hardware zuhause hatte, wollte ich so eine Box, in einfacherer Ausführung selber bauen.

Zuerst wollte ich die Kiste selber bauen, bis ich mich in BaKi mit Jürgen (Schlum) über das Thema unterhalten habe und er meinte "nehm doch eine Munitionskiste". Klasse Idee, am Montag nach der Messe gleich bei einem ebay-Händler bestellt.
Bild

Zuerst wollte ich das Ding umlackieren, aber inzwischen gefällt mir die etwas krude Optik.

Heute hab ich dann die Batterie mal reingesetzt und den MOSFET davor geschraubt. Paßt schon mal alles wie angegossen. Zur Stromversorgung ist bereits ein 16mm²-Kabel in den Innenraum verlegt. Wer auf Nummer supersicher gehen will, kann auch 25mm² verlegen, bei größeren Kabelquerschnitten dürfte es dann kein Spaß mehr sein, dass sperrige Teil unterzubringen.
Masse lässt sich übrigens problemlos an den Verschraubungen der Rückbank abnehmen.
Bild

Bild
Das fette rote Pluskabel hatte ich noch in genau der Länge übrig. Also warum nicht verwenden.

In den nächsten Tagen werde ich jetzt jeweils Abends die Steckdosen neu verkabeln und versetzen und dann die Box in den hinteren Fußraum setzen. Wenn alles fertig ist, gibt es nochmal ein paar Fotos.

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Tscharlie
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Beitrag von Tscharlie » 22. Jun 2012, 10:47

Servus zusammen,

wer an dieser Stelle eigentlich eine Fortsetzung über Stefans Eigenbau einer Energie-Box erhofft hatte, der kann den äusserst lesenswerten Beitrag von Stefan an anderer Stelle nachlesen, denn Stefan hat seinen Eigenbau in einem eigenen Thread veröffentlicht.

Guckst Du hier : -> Energiebox im Eigenbau



Sodele,

für mich wird's Zeit, diesen Thread über meine Energie-Box mit einem Bericht über die bisher gemachten Erfahrungen vorläufig abzuschließen.
Einen "Produkttest" daraus zu machen, ergibt wenig Sinn – die Erprobungsphase war jetzt nicht so wahnsinnig lang und außerdem ist die Box ja nicht mehr "so einfach bestellbar".

Die Beobachtungsphase begann mit "Knüllwald" am 27.04., setzte sich mit 3 ½ Wochen Hellas-Urlaub fort und fand mit "Bad Kissingen" am 10. Juni seinen Abschluß, insgesamt also 6 Wochen.

Als technischer Laie musste ich mich natürlich damit begnügen, die Rahmenbedingungen der Stromentnahme und des Nachladens sowie die von der Box angezeigten Messwerte zu beobachten – bewerten, inwieweit die Werte ok sind oder zu Besorgnis Anlass geben, kann ich nicht, da erhoffe ich mir von Euch etwas Aufklärung.

Stefan meinte in Knüllwald, alles über 12 V auf der Anzeige wäre ok, und von diesem "Grenzwert" habe ich mich dann bei der weiteren Benutzung der Energie-Box mal leiten lassen.


Zu den "Daten" :
Die Kühlbox war während des gesamten Zeitraums in ständiger Benutzung und wurde nicht abgeschaltet, die Temperatur war stets zwischen 3-5 Grad eingestellt.


"Beobachtungen zuhause", ohne Stromentnahme:
Nach Volladung per Ladegerät CTEK MXS 5.0 sind auf der Messanzeige 13,7 V abzulesen.
Dieser Wert sinkt rasch innerhalb von Stunden über 13,5 auf 13,2 V.
Nach einem weiteren Tag : 13,1 V
Nach 2 Tagen : 13,0 V
Nach 4 Tagen : 12,9 V
Nach 7 Tagen : 12,8 V
Der "Verlust" geht anfangs also recht zügig und verlangsamt sich dann etwas.


"Beobachtungen Knüllwald" :
Vor Abreise erfolgte eine Vollladung per Ladegerät. Messanzeige : 13,7 V
Von der Ankunft in Knüllwald am Freitag nachmittag bis zur Abreise am Sonntagmittag lief die Kühlbox durch, insgesamt also 44 Stunden.
Daneben wurde ab und an per Tauchpumpe Wasser gezapft.
Messanzeige bei Abreise : 12,2 V
Bei der Heimfahrt wurde über die LiMa nachgeladen, Messanzeige bei Ankunft : 13,0 V

Zuhause wurde die Box zunächst in Ruhe gelassen.


"Beobachtungen Urlaub":
Nach einer Woche, kurz vor der Abreise in den Urlaub wurde dann wieder per Ladegerät aufgeladen. Messanzeige: 13,7 V
Es folgten 1000 km Anfahrt nach Ancona und eine 16stündige Fährfahrt, während die Kühlbox weiterlief und Strom zapfte.
Messanzeige bei Ankunft in Igoumenitsa : 13,0 V
Die anschließende Fahrt zum Olymp über 350 km, davon 320 km auf der Autobahn, erbrachte keine wirkliche "Nachladung" – Messanzeige bei Ankunft am Olymp : 13,0 V

Am nächsten Tag wurde brav weiter gekühlt und Wasser entnommen, die Messanzeige sank allmählich über 12,8 V auf 12,6 V.
Eine Einkaufsfahrt und eine kleinere Tour brachten die Box wieder auf 13,0 V.
Erste klare Erfahrung : die 13,7 V, die das Ladegerät generiert, sind mit der LiMa nicht zu erreichen.

Anschließend wieder der allmähliche "Abbau", aber zunehmend auch die Erkenntnis, daß die Box per LiMa nun nicht mehr über 12,8 V hinauszubringen ist.

Auch der Standortwechsel zum Pilion, 150 km südlich, erbrachte nurmehr 12,8 V. Die weitere Nutzung der Energiebox führte zu einem Abbau auf 12,4 und 12,2 V, selbst Pistenfahrten in Untersetzung und mit relativ hohen Drehzahlen liessen die Box nun nicht mehr über 12,8 V hinauskommen.
Also wurde nach 1 ½ Wochen mal wieder per Landstrom und Ladegerät nachgeladen. Messanzeige 13,6 V.

Das geschilderte Schema wiederholte sich in der nächsten Woche am Pilion und auch bei der Rückkehr zum Olymp sowie der Ost-Westfahrt zurück nach Igoumenitsa : allmählicher Abbau der Spannung und selbst heftigere Pistenfahrten brachten die Box in der Spitze lediglich einmal wieder auf 13,1 V, mit zunehmender Dauer waren aber nur noch 12,8 – 12,6 V "drin".

In Igoumenitsa erfolgte dann wiederum ein Nachladen per Ladegerät, das zweite und letzte Mal im Urlaub : 13,6 V

Dann waren wir noch eine Woche auf Korfu, nutzten dank Ferienwohnung die Box aber kaum noch, nur noch auf kleineren Touren. Das Erfahrungsbild 13,0 V – 12,8 V – 12,6 V – 12,4 V ... blieb stabil.

Vor der Heimfahrt wollt' ich's nochmal wissen und habe nicht mehr per Ladegrät vollgeladen, sondern nur per LiMa geladen. Stand bei Ankunft daheim nach 1000 km Fahrt : 12,8 V


"Beobachtungen Bad Kissingen":
Samstag abends waren wir vom Urlaub heimgekommen, Donnerstag morgen ging's die etwas über 200 km nach Bad Kissingen bzw. 50 km weiter nordwärts zu einem CP, nachmittags dann 50 km zur Messe und in's Camp. Messanzeige : 12,8 V
Nachts zurück zum CP, Freitag morgens zurück in's Camp, erneut 2 x 50 km. Messanzeige : 12,7 V
Am Samstag wiederholte sich die Prozedur, Messanzeige : 12,6 V
Am Sonntag ging's heim, Messanzeige bei Ankunft : 12,7 V


"Seitdem ..."
... steht die Energiebox immer noch im Auto, wurde nicht mehr angezapft, sondern nahezu arbeitstäglich per Lima nachgeladen. Aktuelle Messanzeige gestern abend : 12,7 V


So, war jetzt viel Text und viele Daten – jetzt müsste mir noch ein (strom-)technisch bewanderter Mensch weiterhelfen und die Messwerte interpretieren. Bewege ich mich mit den beobachteten Werten im Absolut-Sorglos-Bereich oder deuten die Werte auf (zu) rasche Verschlechterung ? Bild



Zurück zum Ausgangspunkt - das war das im ersten Beitrag formulierte ursprüngliche Ziel :
Tscharlie hat geschrieben:Jetzt hoffe ich, daß die Box in der Praxis hält, was ich mir davon verspreche : für mehrere Tage des Kühlboxbetriebs im Stand problemlos und reichlich "Saft". Bild
Meine persönliche laienhafte Einschätzung nach der Erprobungsphase lautet :

Das erstrebte Ziel ist erreicht – "Knüllwald" und "Bad Kissingen" haben bewiesen, daß eine Standdauer von 2-3 Tagen ohne Landstrom problemlos zu realisieren ist. :elefant:

Auch im Urlaub hat sich die Box bewährt – es ist einfach sehr sehr angenehm, sich nicht ständig Gedanken machen zu müssen, wie ich auf der Fähre (die bis zu 32 Stunden unterwegs sein kann) kühle oder ob und wann ich auf dem CP die Kühlbox endlich am Stromnetz habe. Dazu die Option, jederzeit auch mal 2 Tage "wild" campen zu können.
Zwischendrin mal per Ladegerät nachladen und alles ist gut. Bild


Auf Dauer gesehen ist es aber wohl so, daß zum nachladen bei meiner Box Landstrom oder Solarstrom notwendig ist – wenn man alle paar Tage einen CP anfährt, ist das null Problem. Ebenso, wenn man Standzeiten hat und dann per Solarmodul nachladen kann.

Grenzwertig könnte es aber vielleicht werden, wenn man tatsächlich 3 Wochen unterwegs ist und weder über Landstrom noch über ein Solarpanel verfügt. Da würde mir es schon helfen, wie Ihr die beobachteten Werte interpretiert. Bild

Saharapoldi hatte mit seinen Aussagen wohl absolut Recht : "auf Dauer" (aber auf "welche Dauer" ???) geht das ausschließliche Nachladen per LiMa nicht gut und schadet der (AGM-)Batterie - außer man hat ein Ladegerät, das die Ladespannung der LiMa über die 14,x V hinaushebt.

Insofern sollte ich mir für den Herbsturlaub vielleicht schon noch ein upgrade überlegen Bild – andererseits gibt es genügend LCF, die wochenlang in Afrika unterwegs waren und dabei "nur" über 2 Batterien verfügten, sei's mit oder ohne Trennsystem.
Demnach bin ich jetzt ja geradezu luxuriös ausgestattet. 8)


Insgesamt bin ich daher ziemlich zufrieden :!: Bild

OK, die Box hätte preisgünstiger sein dürfen (und es scheint mit der National Luna jetzt ja tatsächlich auch ein deutlich günstigeres Konkurrenzprodukt zu geben) und die "Nicht-mehr-voll-lade-Geschichte" war mir vorher auch nicht bewusst – aber ich verfüge jetzt über eine "Strom-Autarkie" wie nie zuvor ! Was will ich momentan eigentlich mehr ? Bild


Erfreulicher Nebenaspekt ist für mich, welchen "3.-Batterie-Boom" diese Geschichte über meine Energiebox angeschoben hat – jetzt wird schon so manche Energiebox selbst gebaut bzw. d'rüber nachgedacht – das find' ich richtig klasse :!: :up:



Stromgespeiste Grüße,
Bild
Tscharlie
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sgm
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Beitrag von sgm » 22. Jun 2012, 11:44

Für mich als Laie hört sich das super an, was du dort berichtest.

Die 12,8V Aufladung, die von der LM geliefert werden, halte ich für normal. Schau dir mal deine Starterbatterien an. Wenn du einige Minuten nach dem Abstellen des Motors die Spannung abnimmst, dann wirst du auch 12,8 oder 12,7 Volt ablesen.

Du musst auch bedenken, dass du deine Box während der Fahrt nicht über eine direkte "Strompipeline" auflädst, sondern über die hintere 12V-Steckdose. Wäre mal interessant zu messen, welche Spannung dort überhaupt anliegt, wenn der Motor läuft. Würde mich nicht wundern, wenn das "nur" die von dir beschriebenen 12,8V sind ;) .
Um den Verlust zwischen LM und Steckdose genau zu ermitteln, müsstest du mal den Motor ein paar Minuten laufen lassen, dann die Spannung vorne an der linken (Fahrzeugseite) Starterbatterie messen. Danach die Spannung an der Dose hinten.

Wenn du für die Zukunft was verbessern willst, dann könnte man nach hinten eine direkte "Strompipeline" legen (lassen) und dann die Ladespannung über einen Laderegler erhöhen.

Vermutlich werdet ihr in Marokko auch alle paar Tage mal auf einem CP Station machen, so dass du die Box immer mal wieder "volltanken" kannst.

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fsk18
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Beitrag von fsk18 » 22. Jun 2012, 12:10

13,7 v erhaltungsladung wirst du nie erreichen, wenn paralell die kühlbox läuft, die ladegräte gehen auf über 14,0 v und gehen bei erreichen von 14,5 bis 14,7 v in die erhaltungsladung, welche bei genau 13,7 volt liegt. die 14, 5 v werden mit kühlbox nie erreicht, das ladegerät lädt immer nach, bis 14,5 v annähernd anliegen geht die kühlox an und spannung sinkt auf 13v irgendwas, jetzt fängt das ladegerät wieder von vorne an mit komplettladung.

deine "vollladerei" vor deinen fahrten war sicherlich immer ohne kühlbox und co.
Gruß Basti

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Tscharlie
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Beitrag von Tscharlie » 25. Jun 2012, 10:45

Danke für Eure Rückmeldungen, Stefan & basti ! :up:
sgm hat geschrieben:Für mich als Laie hört sich das super an, was du dort berichtest.

Die 12,8V Aufladung, die von der LM geliefert werden, halte ich für normal.
Prima, das beruhigt mich – die abgelesenen Werte scheinen also völlig im "Normalbereich" zu sein. Bild

fsk18 hat geschrieben: ... erhaltungsladung, welche bei genau 13,7 volt liegt.
Und auch das entspricht ja genau dem Wert, den die Energie-Box nach dem Volladen mit dem Ladegerät anzeigt.
fsk18 hat geschrieben:deine "vollladerei" vor deinen fahrten war sicherlich immer ohne kühlbox und co.
Richtig – bei Vollladen mit dem Ladegerät waren keine Verbraucher an die Energie-Box angehängt, während des Ladens im Urlaub auf'm CP wurden Kühlbox & Co. ebenfalls per Landstrom versorgt.
sgm hat geschrieben:Wenn du für die Zukunft was verbessern willst, dann könnte man nach hinten eine direkte "Strompipeline" legen (lassen) und dann die Ladespannung über einen Laderegler erhöhen.
Ja, das ist wohl die richtige Lösung für das Laden per LiMa.

Ich weiß aber noch nicht so recht, ob das für meine Anforderungen tatsächlich nötig ist : bei der Herbstreise werden wir nahezu jeden Tag etliche km fahren, so daß ein allmähliches Stromproblem mit der Energie-Box höchstens nach 2 Wochen eintreten wird, und dann hab' ich ja immer noch die "normalvoll" geladenen Doppelbatterien von Else.

Zudem wird die Reise eine eher ungewöhnliche für uns sein – normalerweise fahren wir nicht jeden Tag weiter und unser Reisetempo ist üblicherweise eher etwas gemächlicher und beinhaltet einige Standzeiten - langfristig werde ich daher wohl eher Probleme bei längeren Standzeiten bekommen.
Da bräuchte ich dann entweder wie bisher Landstrom oder müsste - bei der LiMa-Lösung - den Motor laufen lassen, um zu laden.

Wenn ich an künftige Reisen denke und zB daran, mal über Albanien nach Griechenland zu fahren – da möchte ich mir schon etwas Zeit lassen und auch mal ein paar Tage ohne Landstrom stehen können.
Ergo denke ich für die Zukunft momentan eher an das Thema Solar. Bild


Aber nochmal : vielen Dank für Eure mich beruhigenden Anmerkungen !


Liebe Grüße,
Tscharlie
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Surfy
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Beitrag von Surfy » 25. Jun 2012, 12:27

Danke Tscharlie, für die ausführlichen Informationen und Dokumentation des Ladeverhaltens!

Ich bestelle mir nun die NL Box, und werde auch berichten!

Gerade zusammen mit dem Dual Batterie Monitor mit "Link" funktion zur Selbststarthilfe - scheint die Lösung für mich doch optimal zu sein.

Allerdings sind mir 92AH zuviel, und ich werde "nur" eine 65AH Batterie verbauen. 17 kg vs 27kg - dass ist eine menge Holz.

Surfy

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